Jugend-Sinfonieorchester Schweiz

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Berichte

Senioren-Grossanlass Bezirk Zürich-Nord
24.10.2015 / Volkshaus Zürich
Der dritte Seniorengrossanlass war erneut ein unvergessliches Erlebnis. Schöne Begegnungen, angeregte Gespräche und dazu eine "verkehrte Welt": Die Jugend spielte klassische Musik und die älteren Herren Dixieland. Abgerundet wurde der Anlass mit tiefsinnigen und zugleich humorvollen Tipps des «Ruheständlers» Apostel i.R. Heinz Lang.

Am 24. Oktober 2015 erlebten 360 Seniorinnen und Senioren im renommierten Volkshaus in Zürich den dritten Grossanlass. Bei herrlichem Herbstwetter traf sich die Seniorenschar zum Apéro, bevor Bezirksältester i.R. Bruno Vogt den Anlass offiziell eröffnete. 

In seiner kurzen Begrüssung bedankte er sich zuerst bei den Seniorenleitern für ihre grosse Liebesarbeit und Heinz Briner, Bezirksvorsteher Zürich-Nord, für seine Zustimmung und seine stets grossartige Unterstützung und Befürwortung dieser Anlässe. Danach bat er die Festgemeinde, sich zu erheben, um all jenen zu gedenken, die seit dem letzten Anlass verstorben sind.

Das gemeinsame Mittagessen und die damit verbundenen Gespräche erinnerten an eine Klassenzusammenkunft, weil man sich so viel zu erzählen hatte.

Mit einem Kurzkonzert leitete das Jugend-Sinfonieorchester NAK Schweiz den Nachmittag ein. Unter der Leitung von Simon Reich erfreuten 50 junge talentierte Musikerinnen und Musiker die Besucher mit einem anspruchsvollen und ausgewogenen Programm. Abgeschlossen wurde dieser besondere Auftritt, indem alle Anwesenden unter Orchesterbegleitung die beiden Lieder «Alles Leben strömt aus dir» und «Der Herr ist mein Licht und mein Heil» sangen. Ohne Zweifel wird dieses Erlebnis als einer der Höhepunkte in die Geschichten der Senioren-Grossanlässe und des Jugend-Sinfonieorchesters eingehen.

Vor Kaffee und Kuchen wandte sich Apostel i.R. Heinz Lang mit einem tiefsinnigen, humorvollen Grusswort an die Anwesenden. Eingeleitet mit dem Zitat «Durch die Brille der Selbstverständlichkeit ist kein Glück zu sehen» schilderte er seine Erlebnisse rund um das Zeitmanagement von Pensionierten, die Erhaltung der körperlichen Fitness, den Gottesdienstbesuch und das Gemeindeleben. 

Verbunden mit seinen besten Wünschen schloss er seine Rede mit einer Erkenntnis ab, die er kürzlich im Gottesdienst vernahm: «Nicht der Vergangenheit nachtrauern, denn nicht selten nehmen uns gemachte Erfahrungen mehr, als dass sie uns geben!»

Senioren – von wegen!

Die darauffolgende Kaffeepause wurde erneut für Begegnungen und Gespräche genutzt, bevor dann Ueli Brunner mit seiner OLDHOUSE  JAZZBAND für einen «beswingten» Abschluss sorgte!

In typischer Dixieland-Formation (Klarinette, Trompete, Posaune, Kontrabass, Banjo und Schlagzeug) riss Ueli Brunner mit seinen Musikern viele Seniorinnen und Senioren förmlich von den Bänken! Die Improvisationen wurden jeweils mit tosendem Applaus überschüttet und beim Hören der Klassiker wie «Basin Street Blues», «When The Saints Go Marching In» oder «Ice Cream» wurden Erinnerungen an eine Musik wach, die zu hören zu jener Zeit nicht unbedingt empfohlen, aber dennoch gehört wurde – nicht selten im Verborgenen.

"Verkehrte Welt" also: Die Jugend spielte klassische Musik und die älteren Herren Dixieland! So ist das Leben; nicht schwarz oder weiss, nicht jung oder alt, nicht Vergangenheit oder Zukunft, sondern Gegenwart, heute, hier und jetzt.

Erfüllt mit einer grossen Dankbarkeit verabschiedeten sich die Seniorinnen und Senioren voneinander im Bewusstsein, eine weitere Sternstunde erlebt zu haben. Und als Sternstunden bezeichnet man bekanntlich Augenblicke, in denen man glaubt, im Himmel, oder dem Himmel ganz nahe zu sein.